Aktuelles
Dokumentation der Infoveranstaltung-"Berufliche Bildung für Migrantinnen"
Jeder vierte Jugendliche im ausbildungsfähigen Alter von 15-25 Jahren in Deutschland hat heute einen Migrationshintergrund. Gleichzeitig weisen Studien seit langem darauf hin, dass Jugendliche mit Migrationshintergrund auf dem deutschen Ausbildungs- und Arbeitsmarkt benachteiligt sind. Junge Migrantinnen und Migranten finden bei gleichen Abschlüssen, oftmals höherer Mobilität und stärkerem Engagement deutlich seltener einen Ausbildungsplatz als die einheimischen Mitbewerberinnen und -bewerber.
Diese Probleme der Jugendlichen mit Migrationshintergrund auf dem Ausbildungsmarkt und die spezifische Situation in Schleswig-Holstein bilden den Hintergrund der gemeinsamen Informationsveranstaltung, die das Projekt access beim Flüchtlingsrat Schleswig-Holstein e.V., die IHK zu Lübeck und die Türkischen Gemeinde Schleswig-Holstein e.V. am 22. April 2010 durchführten, und deren Beiträge wir hier dokumentieren.
Um Dokumentation herunterzuladen klicken Sie bitte hier.
Ausbildereignung für Migrantinnen und Migranten
Die Wirtschaftsakademie Schleswig-Holstein in Kiel, Lübeck und Neumünster bietet ein kostenfreies spezielles Ausbildereignungstraining für Migrantinnen und Migranten.
In 80 Unterrichtsstunden erhalten die Teilnehmenden ab dem 28. August das nötige Rüstzeug, um Auszubildende auf ihren Abschluss vorzubereiten. Zudem werden sie während des Lehrgangs gezielt sprachlich unterstützt: Beispielsweise werden die Ausbildungsordnung oder die Sprachbausteine eines Zeugnisses erarbeitet. Der Unterricht findet jeweils samstags statt und bereitet auf die Abschlussprüfung bei der Industrie- und Handelskammer vor. Da die Weiterbildung vom Bundesministerium für Bildung und Forschung sowie durch das Programm Jobstarter beim Bundesinstitut für Berufsbildung gefördert wird, fallen für die Teilnehmer außer der IHK-Prüfungsgebühr keine Lehrgangskosten an.
Informationen sind für
Kiel bei Lydia Gaßner (Tel. 04 31) 30 16 – 153, E-Mail lydia.gassner(at)wak-sh.de),
Lübeck bei Dirk Boldebuck (Tel. (04 51) 50 26 - 105, E-Mail dirk.boldebuck(at)wak-sh.de)
Neumünster bei Johanna Krohn (Tel. (0 43 21) 40 77 – 7, E-Mail johanna.krohn(at)wak-sh.de)
Weitere Informationen finden Sie hier
Die Bildungsprämie
Sie wollen beruflich weiterkommen und möchten sich weiterbilden? Sie haben schon einen Kurs oder Lehrgang gefunden, den Sie sich so aber nicht leisten können? Oder Sie möchten zum Thema Weiterbildungsangebote beraten werden? In jedem Fall sind Sie bei der Bildungsprämie richtig. Seit Dezember 2008 gibt es Bildungsprämie. Wenn Sie einen Kurs, einen Lehrgang oder ein Seminar besuchen, um im Beruf ein Stück voran zu kommen, erhalten Sie einen Prämiengutschein. Der Prämiengutschein kann für Sie bis zu 500,- Euro wert sein.
Berufliche Weiterbildung mit der Bildungsprämie heißt: Eine Weiterbildung kann für Sie bis zu 500 Euro (ab 1.1.2010, vorher 154 Euro) wert sein. Die Idee ist einfach: Sie finden/suchen einen Kurs, einen Lehrgang oder ein Seminar, bei dem Sie etwas Neues für Ihren Beruf lernen. Sie bekommen die Hälfte (ab 1.1.2010 bis zu 500 Euro, vorher bis zu 154 Euro) der Gebühr vom Staat dazu. Geschenkt.
Die Bedingungen sind einfach: Sie sind erwerbstätig und liegen unter einer Einkommensgrenze von maximal 25.600 Euro bei Alleinstehenden bzw. 51.200 Euro bei gemeinsam Veranlagten. Das für die Bildungsprämie maßgebliche zu versteuernde Einkommen laut Einkommensteuerbescheid berücksichtigt die Kinderfreibeträge in der Höhe, in der sie im Steuerbescheid oder einem anderen Nachweis belegt werden.
Den Prämiengutschein können Weiterbildungsinteressierte für Lehrgänge, Prüfungen oder Zertifikate benutzen. Sowie für alle Maßnahmen, die der Fortbildung dienen. Denn für nahezu jeden beruflichen Bedarf gibt es passende Kurse oder Seminare.
Weitere Informationen in arabisch-, russisch-, türkisch- und englicher Sprache finden Sie hier
Wettbewerb „KAUSA Medienpreis 2010“
Journalistischer Nachwuchs soll Bildungswege von Migrantinnen und Migranten sichtbar machen.
Das Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) startet heute den KAUSA Medienpreis 2010, einen Wettbewerb für junge Journalistinnen und Journalisten. Gesucht werden Print- / Online-, Hörfunk und TV-Beiträge, die Bildungswege von Migrantinnen und Migranten in Deutschland sichtbar machen.
Den Gewinnerinnen und Gewinnern winken attraktive Geldpreise im Gesamtwert von 25.500 Euro sowie eine dreitägige Journalistenreise nach Istanbul. Die Preisverleihung findet im Rahmen einer großen Medienkonferenz im November in Berlin statt.
Einsendeschluss ist der 15. September 2010.
Koordiniert wird der Wettbewerb von der Koordinierungsstelle Ausbildung bei Selbstständigen mit Migrationshintergrund – KAUSA – des Förderprogramms JOBSTARTER.
Ihre Ansprechpartnerinnen bei KAUSA:
Seda Rass-Turgut (E-Mail rass-turgut@bibb.de, Tel. 0228 – 107-1538)
und Gerburg Benneker (E-Mail benneker@bibb.de, Tel. 0228 – 107-1715).
Informationen und Teilnahmebedingungen zum Medienpreis:
Berufsorientierung für Migrantinnen und Migranten
- Trainingsmaßnahme - Präsenzveranstaltung - Tagesveranstaltung
- Vom 07.06.2010 bis 06.04.2011 - Gesamtdauer ca. 10 Monate -
Abschluss
Befähigungsnachweis - Eine Abschlussprüfung ist erforderlich.
Voraussetzungen
Die Kurse sind bestimmt für Leistungsempfänger nach SGB II mit Bildungsgutschein. Sprechen Sie bitte mit Ihrem persönlichen Arbeitsvermittler (pAp) in Ihrer Arbeitsgemeinschaft.
Bildungsziele und Inhalte
Fachunterricht für Fortgeschrittene in Teilzeit - mit Praktikum in der Wirtschaft.
Inhalt des Kurses
Fachunterricht
- Deutsch für Fortgeschrittene
- Berufskunde / Berufsorientierung
- Arbeitsmarkt
- Bewerbungstraining
- Praxisbezogene Sprachausbildung
- Beruflich relevante Allgemeinbildung
- Praktikum
Verlauf des Kurses
ca, 4 Monate Teilzeitunterricht
20 Unterrichtsstunden/Woche, Montag - Freitag von 08:45 bis 12:15 Uhr.
ca. 5 Monate Duales System
3 Tage Praktikum im Betrieb (die Zeiten richten sich nach den Arbeitszeiten im Betrieb), 2 Tage Unterricht von 08:45 bis 12:15 Uhr.
1 Monat Praktikum im Betrieb.
Zertifizierungen/Zulassungen des Angebots
Das Angebot ist zugelassen für die Förderung gemäß §85 SGBIII/AZWV (Bildungsgutschein).
Fördermöglichkeiten
Durch einen Bildungsgutschein von der für Sie zuständigen Agentur für Arbeit bzw. ARGE
Anbieter
Grone-Bildungszentren Schleswig-Holstein GmbH - gemeinnützig -
http://www.grone.de/luebeck
Veranstaltungsort
Grone-Bildungszentrum Lübeck, Am Flugplatz 4, Haus 15, 23560 Lübeck (DE)
Tel.: 0451/5040-446, Fax.: 0451/5040-220
- Barrierefreiheit: Der Veranstaltungsort ist nicht barrierefrei.
Anmeldung
Frau Silke Köpsell, Tel.: 0451/873420, E-Mail: s.koepsell(at)grone.de
Kontaktstudium: Weiterbildungsangebot für Flüchtlinge im Bereich "Schulsozialarbeit"
zum wiederholten Mal bietet die Carl von Ossietzky Universität Oldenburg
eine Weiterbildungsmaßnahme (sogenanntes Kontaktstudium) für höher
qualifizierte Migrantinnen und Migranten im Bereich pädagogischer
Arbeitsfelder an. Dieses Modell ist zum 2. Mal speziell für das Arbeitsfeld
"Schulsozialarbeit" ausgelegt.
Das Projekt wird aus dem Europäischen Flüchtlingsfonds gefördert und
richtet sich deshalb ausschließlich an Flüchtlinge. Die Weiterbildung
beginnt im Mai 2010 und schließt im Januar 2011 ab. Sie wird in enger
Kooperation mit kargah e.V. in Hannover durchgeführt.
Für weitere Informationen über Teilnehmervoraussetzungen und Inhalte der
Maßnahme klicken Sie bitte hier.
Eine Informationsveranstaltung findet am 22. April 2010, 16.00 Uhr,
bei kargah e.V., Zur Bettfedernfabrik 1, 30451 Hannover, statt.
Projektkoordination und Kontakt:
Andrea Hertlein
Carl von Ossietzky Universität Oldenburg, IBKM
26111 Oldenburg
Tel.: 0441 798-4962
Fax: 0441 798-2239
E-Mail: andrea.hertlein(at)uni-oldenburg.de
Diskriminierung erkennen und handeln! -Fortbildungsangebote von migration.works-
Der Zugang zum Arbeitsmarkt ist für MigrantInnen durch vielfältige Hürden erschwert. MigrantInnen sind überproportional häufig von Arbeitslosigkeit betroffen, überrepräsentiert in Beschäftigungssektoren, die geringere Qualifikationen voraussetzen unabhängig von ihrer tatsächlichen Qualifikation), beim Zugang zu Weiterbildung dagegen deutlich unterrepräsentiert. Auch zeigen Statistiken, dass die Einstellungs- und Entlassungspraktiken MigrantInnen tendenziell benachteiligen.
Das Projekt migration.works – Diskriminierung erkennen und handeln! entwickelt Strategien für den Abbau von Diskriminierung in Bezug auf den Zugang zu Bildung, Ausbildung, beruflicher Beratung und zum Arbeitsmarkt:
Die Fortbildungen vermitteln Informationen und Methoden, um im Beratungsprozess auf Diskriminierung aufmerksam zu werden und ihr entgegen wirken zu können. Arbeitsmaterialien mit konkreten Fällen liefern praxisbezogene Unterstützung.
Wenn Sie Interesse an einer Fortbildung für Ihre Institution oder Organisation oder Fragen zur Arbeit von basis & woge e.V. haben, melden Sie sich bitte bei:
basis & woge e.V.
migration.works – Diskriminierung erkennen und handeln!
Inga Schwarz und Birte Weiß
Steindamm 11, 20099 Hamburg
Telefon 040-398426 -14 / -71
inga.schwarz(at)basisundwoge.de
birte.weiss(at)basisundwoge.de
Für weitere Informationen über die Fortbildungsangebote klicken Sie bitte hier
Mehrsprachiger online-Ratgeber zum Allgemeinen Gleichbehandlungsgesetz
Das Gleichbehandlungsbüro -GBB- Aachen und das Anti-Rassismus Informations-Centrum, ARIC-NRW e.V. haben einen mehrsprachigen Online-Ratgeber zum Allgemeinen Gleichbehandlungsgesetz (AGG) entwickelt. Dieser ist ab sofort erreichbar unter
Die Internetseite klärt leicht verständlich über Handlungsmöglichkeiten gegen rassistische Diskriminierung auf. Sie informiert über rechtliche Vorgehensweisen gemäß dem Allgemeinen Gleichbehandlungsgesetz. Ebenso werden Hinweise für den Fall gegeben, dass der Gerichtsweg nicht sinnvoll erscheint.
Der AGG-Ratgeber ist in Deutsch, Türkisch, Russisch und Englisch abrufbar.
Dieses Projekt wird gefördert vom Ministerium für Generationen, Familie, Frauen und Integration des Landes Nordrhein-Westfalen (www.mgffi.nrw.de).
Anti-Rassismus Informations-Centrum, ARIC-NRW e.V.
Friedenstr. 11, 47053 Duisburg
Tel: 0203 28 48 73
Fax: 0721 151 27 3232
e-mail: info(at)aric-nrw.de
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